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Selbstliebe?

Ich weiß nicht, ob ich lieben kann oder etwas wirklich Gutes in mir trage. Bin ich in der Lage, meinen Kindern Liebe zu zeigen bzw sie zu liebenden Menschen erziehen? Alles in mir strebt nach der nicht-erreichbaren Liebe, um die man kämpfen muss, ernstgemeinte Zuneigung anderer widert mich in den meisten Fällen an, kann sie nicht annehmen. Was an mir ist wertvoll? Habe ich überhaupt ein Herz, empfinde ich Mitleid und Mitgefühl, ist mir in Wirklichkeit alles egal, bin ich nicht einfach nur ein großer Heuchler, wenn ich es mir einrede? Brauche ich Drama in meinem Leben, weil mich immer wieder nach dem Schmerz sehne, weil ich mit ihm großgeworden bin und es nie einfach hatte? Mit dem Schmerz bin ich doch auch nicht glücklich. Meine Kindheit und Jugend war verstörend, hat sich das dermaßen manifestiert, dass ich mich selbst nicht lieben kann? Ich empfinde großes Verlangen nach einem Menschen, der mich einen Abschnitt meines Lebens mit den Füßen getreten hat, verletzt, belogen und ausgenutzt hat, aber momentan ist alles was ich will, dass ich nur bei ihm sein kann, am liebsten würde ich in seinen Armen sterben. Obwohl ich mich selbst für so vieles verachte, wo ich Fehler gemacht habe und mich selbst nicht ausstehen kann, bin ich egoistisch, möglicherweise sogar narzisstisch. Mit Menschen, die es gut mit mir meinen, kann ich auf Dauer keine positive Beziehung führen, ich stoße diese Menschen von mir weg und verachte mich dafür dann auch wieder. Ich bin so eifersüchtig, wenn er mit anderen Frauen anbandelt, Affären hat, Beziehungen eingeht. Ich will nicht, dass er das, was er mir einst gegeben hat, nun anderen gibt, weil ich es selbst nicht mehr habe. Kann ihn nicht loslassen, da er für mich wohl der Inbegriff einer lieblosen mir vertrauten Art ist. Es tut weh, dass er offenbar mit uns abgeschlossen hat, aber ich kann nicht mit ihm abschließen. Es öffnet sich kein neuer Horizont, ich habe mein Herz verschlossen.. Herz? Habe ich IHM jemals herzliche Gefühle entgegen gebracht, oder ihm lediglich meine Abhängigkeit von ihm, seinem Körper demonstriert? Fehlt mir das Gefühl, einen Teil von mir selbst aufgeben zu müssen? Bin ich überfordert mit mir selbst, kann nicht alleine sein? Bin ich mir selbst nicht genug? Wünsche ich ihm wirklich Gutes oder hasse ich ihn nicht eher sogar, weil er mir soviel angetan hat, nichts als lügt und betrügt, mich und andere? Warum will ich ihn einfach nur haben und gleichzeitig auch wieder nicht? Warum tut es so weh, dass er mich nicht mehr will, wo er mir doch eh nie gutgetan hat? Habe ich in meinem Leben zuviele Trennungen erlebt, zuviele schmerzhafte destruktive Momente, sodass ich mir nicht erlaube, mein Herz zu öffnen? Für unser Kind wünsche ich mir ihn als Vater, er soll einen Vater haben, der sich kümmert. Aber sein Herz ist wohl ebenso verschlossen und anfangs große Gesten werden schnell von der Bedeutungslosigkeit erstickt, weil ihm nichts und niemand genug sein kann, so wie mir.

2.1.13 00:34

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